Gemeindebrief Dezember 2020 – Januar – Februar 2021

Evangelische Kirche
deutscher Sprache in Griechenland
ÖKUMENISCHES BEGEGNUNSZENTRUM RHODOS
Papalouka 27 85100 Rhodos
Tel: 22410-75885

 

 

 

Sie gingen in das Haus und fanden das Kind mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.       Matthäus 2,11

 

Liebe Leserinnen und Leser,

die Welt hat sich verändert, das Leben ist eingeschränkt, die Menschen begegnen sich mit Abstand, man muss zu Hause bleiben. „Treffen Sie möglichst niemanden“, sind die Worte eines Politikers. In mir sträubt sich Alles, denn wir brauchen doch Begegnungen, Umarmungen, Zusammensein: darauf müssen wir nun weitgehend verzichten, es ist wie ein „Fasten der Menschlichkeit“. „Corona“ hat uns „voll im Griff“. Aber seine Zeit ist begrenzt. Wir schützen uns einstweilen vor ihm so gut wir können und lassen es einfach an uns vorübergehen. Bis es sich entfernt hat, brauchen wir Geduld. Wir behelfen uns mit dem telefonischen oder schriftlichen Kontakt mit unsern Lieben. So bleiben wir miteinander verbunden, auch in diesen dunklen Zeiten.
In dieser dunklen Zeit ist es schön, dass die Lichter des Advent aufleuchten, Vorbereiter des Weihnachtsfestes. Es erinnert uns daran, dass in einer dunklen Welt das Licht Gottes in Jesus aufleuchtete. Er ist in Armut und Kälte zur Welt gekommen, um uns innerlich reich zu machen. Die Engel verkündeten seine Geburt den Hirten, armen, abhängigen Leuten, aber auch den Königen. Alle kamen zum Stall unter dem Stern. Alle waren gespannt und erlebten dann, dass dieses Kind ihnen die Hoffnung gab,dass Gott gerade sie sieht und ihre Armut durch Barmherzigkeit ändern will. Den Königen gab das Kind in Bethlehem den Auftrag, barmherzig zu sein und ihr Herz für die Armen und Leidenden aufzuschließen, ihr Los zu ändern. Die Weihnachtsgeschichte hat uns den Anstoß zu unsern vertrauten Weihnachtsfesten gegeben. Nach der Unterbrechung jetzt hoffen wir auf ein schönes Weihnachtsfest im nächsten Jahr.
Das Neue Jahr 2021 hat eine schöne Losung: „Seid barmherzig wie auch euer Vater barmherzig ist.“ Barmherzig sein heißt eigentlich „ein Herz für die Armen“ haben. Ein Auftrag für uns: Dasein für die, die es schwer haben, die einsam, krank und elend sind. Wir denken besonders an die Covid 19- Kranken und Alle, die ihnen medizinisch mit großem, persönlichen Einsatz helfen und an Alle, die ihre kranken Angehörigen nicht alleine lassen.
Weihnachten ist das Fest der Liebe. Die zeigen wir uns auch jetzt durch telefonische und schriftliche Worte und Gespräche, die uns erfreuen und unsre Verbundenheit miteinander bezeugen.
Ich wünsche Allen ein gesundes und glückliches neues Jahr nach einem stillen und besinnlichen Fest.

Ihr Pastor Martin Ulrich

 

Aus dem Förderverein

Liebe Mitglieder und Freunde,

in diesen unsicheren Zeiten, in denen man nicht zusammenkommen und auch nichts sicher planen kann, sind wir besonders dankbar für alle die Menschen, die sich so bemühen, die Dinge in unserem Zentrum, bei aller Vorsicht, am Laufen zu halten. Ein großes Dankeschön an Martin, der für jeden zu sprechen ist, an Monika für ihr online-Gedächnistraining, an Carmen, die weitermacht, wo sie nur kann und an Areti, Linda, Helga und viele andere. Auch der Vorstand macht weiter, allerdings online. Dies war anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber nun klappt es schon ganz gut. Zuletzt hatten wir eine Videokonferrenz mit Pfarrer Martin Bergau, der gerade für drei Monate in Athen Dienst tut. Sein Besuch auf Rhodos musste ja leider ausfallen aber auch so konnten wir uns austauschen und hatten ein gutes Gespräch miteinander. Er läßt die Gemeinde ganz herzlich grüßen. Die entspannte Atmosphäre und das beachtliche Ergebnis unseres“ Kleiderbasar-Einmal-Anders“, d.h. über mehrere Wochentage morgens und abends, legt es nahe, es im nächsten Jahr, auch wenn die Corvit19-Gefahr gebannt sein sollte, es wieder so zu machen. Über Eure Rückmeldungen darüber würden wir uns freuen.
Es ist wunderbar zu wissen, wieviele Menschen an unserer Gemeinde anteilnehmen und an uns denken, sogar bis hin nach Kalifornien, USA. Und so sind auch wieder Spenden bei uns eingetroffen für die wir uns ganz,ganz herzlich bedanken. Sie kamen aus Lichtenau, Leipzig und Westkilver.
Auf einen Terminkalender haben wir in diesem Gemeindebrief verzichtet, doch werden wir uns alle gegenseitig informieren, wann und wie wieder etwas stattfinden kann und wird. Bitte bleibt alle achtsam und gesund!
Wir wünschen allen einen besinnlichen Advent, ein frohes Weihnachten und ein gesegnetes Neues Jahr 2021.

 

Hallo ihr Lieben!

Wir sind die neuen Freiwilligen auf dem wunderschönen Rhodos und würden euch gerne von uns und unseren Anfängen im DJIA berichten. Unsere Gruppe, also Nele aus Oldenburg, Aliki aus Hamburg, Sophie aus Renningen bei Stuttgart und natürlich Niclas aus Burbach bei Siegen, wurde leider von Anfang an coronabedingt von einer Turbulenz in die Nächste gewirbelt.
Frisch nach dem Abitur, beziehungsweise der Ausbildung waren wir natürlich sehr glücklich, unser Auslandsjahr beinah normal antreten zu können. Natürlich waren wir von der Schönheit Rhodos‘, unserer tollen Sprachlehrerin, dem zentral liegenden Waisenhaus und den ersten beiden „freien“ Wochen durch unsere Quarantäne richtig begeistert, doch nicht alles ist so gelaufen wie es hätte laufen sollen.
In den ersten Tagen, in denen wir ziemlich plötzlich gemeinsam bei unserer Ansprechpartnerin, Wochenendehotlière, Gelegenheitschauffeurin und Ruf-mich-einfach-an Rose gelebt haben, da wir für das Waisenhaus einen negativen Coronatest brauchten, haben wir erfahren wie schön es sein kann, zu viert unsere Zeit zu verbringen. Als es dann hieß, Niclas könne doch nicht mit uns in Rhodos Stadt leben, war das für unsere Gemeinschaft ein Schock und wir finden die Situation vor allem für Niclas, der allein lebt, ziemlich ungeschickt und schade. Auch unsere Probleme mit vor allem den Öffnungszeiten des Waisenhauses, wegen denen wir manchmal den ganzen Mittag drinnen sitzen, oder abends trotz ausgemachter Zeit stundenlang warten mussten, haben unsere Eingewöhnung nicht unbedingt vereinfacht. Wir sind sehr dankbar für all die Menschen, die uns bei diesem Thema unterstützt und geholfen haben, inzwischen hat sich vieles verbessert und wir fühlen uns auch deutlich willkommener.
Trotz all dieser Dinge erkundeten wir vor allem in den ersten beiden Wochen gemeinsam die Insel. Badeausflüge, ein Glas Wein in der Strandbar, Spaziergänge durch die wunderschöne Altstadt und unsere Inselrundfahrten mit Rose, unteranderem nach Lindos, haben diese Zeit unvergesslich gemacht. Auch von der Gemeinde fühlen wir uns freundlich willkommen geheißen.
Wir genießen jetzt schon den gemütlichen Kaffee nach der Kirche genauso wie den Triti-Treff, zu dem wir sehr gerne kommen und von dem leckeren Frühstück sowie den deutschen Unterhaltungen begeistert sind.
Auch bei der Arbeit werden wir so langsam angenommen und auch selbst sicherer. Genauso wenig wie Niclas im Waisenhaus wohnen darf, darf er auch dort arbeiten, deshalb wechseln wir Mädchen uns dort regelmäßig ab. Wir begleiten die Kinder mit dem Bus zu ihren Freizeitaktivitäten, geben in unserer Freizeit auch Nachhilfe in deutsch und französisch und genießen den dort eher entspannteren Tagesablauf. Wenn wir in Agios Andreas sind, funktioniert das mit der Ruhe nämlich nicht so gut. Zu Anfang waren wir vor allem mit drei kleineren Bewohnern unterwegs, die unheimlich gerne draußen sind und jede Minuten mit spielen und herumrennen verbringen. Also bestimmen stundenlanges Schaukeln, die Suche nach jedem Tropfen Wasser, der Erde in tollen Matsch verwandelt und Gehübungen an der frischen Luft unseren Arbeitstag. Wenn wir mit den Kindern essen und sie ohne andere Aufsicht betreuen, merken wir, dass die Kinder viel mehr können als uns gesagt wurde und wir sind sehr glücklich sie quasi ‚im Geheimen‘ fördern zu können.
Im großen Ganzen sind wir inzwischen gut angekommen, haben uns eingelebt und fühlen uns sehr wohl. Die Arbeit macht uns Spaß und vor allem im Agios Andreas haben wir das Gefühl wirklich etwas bewirken zu können. Jedes Lachen und freudiges Kreischen ist Lohn für unser Tun. Auch unsere wachsenden Griechischkenntnisse sind sehr förderlich und durch die angehende Winterzeit bieten sich uns ganz neue Einblicke in das Leben auf der Insel.

Vielen Dank für die Förderung unseres Aufenthaltes, eure Freiwilligen.        Sophie, Aliki, Nele und Niclas

 

Einige Zitate zum Nachdenken

Tröstliches:
Ich bekenne, daß ich das Leben für ein Ding von der unantastbarsten Köstlichkeit halte, und daß die Verknotung so vieler Verhängnisse und Entsetzlichkeiten mich nicht irre machrn kann an der Fülle und Güte und Zugeneigtheit des Daseins. Rainer Maria Rilke
Wer jeden Abend sagen kann:“Ich habe gelebt“, dem bringt jeder Morgen einen neuen Gewinn. Lucius Annaeus Seneca
Geduld ist die Wurzel aller Freuden und aller Fähigkeiten. Die Hoffnung selbst hört auf, ein Glück zu sein, wenn sich die Ungeduld zu ihr gesellt. John Ruskin
Geduld, Geduld Geduld… ein armseliges Wort, aber schließlich immer wieder unser zuverlässigstes….. Rainer Maria Rilke
Nur durch Schaden werden wir klug—Leitmotiv der ganzen Evolution. Erst durch unzählige, bis ins Unendliche wiederholte leidvolle Erfahrungen lernt sich das Individuum zum Meister über sein Leben empor. Alles ist Schule. Christian Morgenstern
Die Umstände haben weniger Gewalt, uns glücklich oder unglücklich zu machen, als man denkt; aber die Vorwegnahme zukünftiger Umstände in der Phantasie eine ungeheure. Hugo von Hofmannsthal
Bei Lichte besehn sind Ruhe und Glück überhaupt dasselbe. Theodor Fontane

Ich freue mich des Lebens, weil noch das Lämpchen glüht, suche keine Dornen, hasche die kleinen Freuden; sind die Türen niedrig, so bücke ich mich, kann ich den Stein aus dem Weg tun, so tue ich’s, ist er zu schwer, so gehe ich um ihn herum, und so finde ich alle Tage etwas, das mich freut. Und der Schlußstein, der Glaube an Gott, der macht mein Herz froh und mein Angesicht fröhlich. Katharina Elisabeth Goethe

Zum Schmunzeln:
Einer, der gefragt wurde, was auf der Welt das Seltenste sei, erwiderte: Das, was alle besitzen sollten, nämlich der gesunde Menschenverstand. Giacomo Leopardi
Ist es denn nicht entsetzlich, daß kalte Füße die Phantasie kalt machen können und ein paar wollene Socken mir gute Gedanken zubringen! Franz Grillparzer.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir hoffen Sie sind alle bei guter Gesundheit und verbringen diese schwierige Zeit bestmöglich.
Die Vorbereitung auf das neue Schuljahr verlief anders als sonst. Es wurden Tischabstände mit dem Zollstock gemessen, Desinfektionen durchgeführt und natürlich für alle Kinder die Maskenpflicht eingeführt. Alle Schülerinnen und Schüler sind hochmotiviert in das Schuljahr gestartet und eine Klasse hat im Oktober auch die Prüfungen am Goethe Institut abgelegt. Seit Wiedereinführung des Lock down führen wir den Unterricht online fort. Auch das klappt erstaunlich gut.
Der Martinsumzug musste dieses Jahr leider ausfallen. Einige Kinder haben aber zuhause Laternen gebastelt oder Martinsmännchen gebacken und haben die Tradition mindestens im Kreis der Familie fortgesetzt.
Für den 7.11.2020 war unsere jährliche Generalversammlung anberaumt. Aber der Lock down kam uns zuvor. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben und wir werden die Generalversammlung nachholen sobald die Umstände es zulassen.
Corona stellt uns täglich vor neue Herausforderungen. Viele unserer Mitglieder haben diesen Sommer nur kurz oder gar nicht gearbeitet. Wir sind gezwungen viel Zeit mit der Familie zuhause zu verbringen, was man auch als Chance sehen kann, die Zeit intensiv zu nutzen, mit den Kindern zu spielen, zu basteln, zu backen, zu lesen und natürlich auch bald das Haus weihnachtlich zu schmücken. Wir sind uns einmal mehr bewusst geworden, welch unschätzbar hohes Gut unsere Gesundheit ist, wie viele Dinge wir zu „normalen“ Zeiten als selbstverständlich ansehen.
Bleiben Sie gesund und zuversichtlich! Wir wünschen Ihnen ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes, neues Jahr!Nähere Informationen über unseren Verein, Elgesem Deutsche Schule Rhodos, finden Sie auf unserer Webseite www.schulerhodos.com oder auf Facebook unter Elgesem Rhodos. Für Fragen oder Anmeldungen kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail an el.ge.sem@hotmail.com

 

Geburtstagskinder Dezember-Januar-Februar

Dezember: 3.12. Linda Glüsing, 7.12. Alexandra Bousi, 10.12. Marianne Mavridis, 11.12. Sabina Stefanatou, 23.12. Karin Mühlbach, 24.12. Beate Boniatis, 29.12. Simone Herde.

Januar
: 4.1. Pfrin. Dr. Christine Friebe-Baron, 7.1. Inge Kymmas, 8.1. Maren Mastrovassili, 16.1. Pfrin. Rosemarie Behr und Ilse Bischke, 19.1. Gisela Bischke, 25.1. Gudrun Denk

Februar
: 3.2. Rosemarie Pakaki, 6.2. Pfrin.Marion Schwarze und Pfr. Manfred Neubauer 7.2.Dorothea Warneke, 8.2. Pfr. Ludwig Noske, 10.2. Anja Komossa, 17.2. Margreet Linardoua

 

Monatssprüche

Dezember 2020
Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen
nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut!
Jes 58,7 (L)

Januar 2021
Viele sagen: “Wer wird uns Gutes sehen lassen?” HERR, lass leuchten über uns das Licht deines
Antlitzes!
Ps 4,7 (L)

Februar 2021
Freut euch darüber,dass eure Namen im Himmel
verzeichnet sind!
Lk 10,20 (E)

 

Alle Worte haben etwas mit der Weihnachtszeit zu tun

EAtvdn:
mbnunTnaae:
ezernK:
snchekGee:
anGtbäneers:
epKrip:
hanatmnnecshWi:
reLied:
tlhnrsCotilse:
dietnttsoesG:

 

Wortschlange:

Setzt die Worte so aneinander, dass eine Wortschlange entsteht. Das letzte Wort muss zum ersten Wort passen.

Arzt, Schirm, Stern, Land, Bild, Geber, Wahl, Fabrik, Abend, Arbeit

Monika Knippenberg zertifizierte Gedächtnistrainerin im BVGT