Kirche Aktuell

Jesus-Latschen 2.0

Die klassischen “Jesus-Latschen”, also die schlichten braunen Ledersandalen, die ein Leben lang halten und so aussehen, als seien sie mindestens genauso lang getragen worden – die haben nun ausgedient! So dachte zumindest das New Yorker Label “MSCHF” und verpasste dem Messias-Schuhwerk gleich ein komplett neues Image.

Wenn schon, denn schon. Ihre neu designten “Jesus-Shoes” sind umgebaute Nike-Air-Turnschuhe. Und im Gegensatz zu den alten Jesus-Latschen kann man mit den neuen , mit den “Jesus Shohes” 2.0 – wie der Messias – auf Wasser laufen.

Und das ist gar nicht schwierig, denn die Sohlen sind tatsächlich mit Weihwasser aus dem Jordan gefüllt. So wandelt man stets auf dem Wasser. Dazu sind die Schnürsenkel mit einem Kruzifix versehen und die Lasche ist mit einem Blutstropfen verziert.

Diese Aktion der Firma “MSCHF” ist nicht wirklich eine religiöse. “MSCHF” macht sich über großen Marken lustig, die in sogenannten “Collaborations” zusammenarbeiten. Die Jesus-Shoes-Designer überspitzen deren Marktstrategie: Wie würde wohl eine Collaboration mit Jesus Christus aussehen? Lukrativ war die Aktion auf jeden Fall, denn der Preis für die inzwischen ausverkauften umgestalteten Jesus-Schuhe lag bei 2.700,- Euro! Für die nächste Produktionseinheit werden noch Vorbestellungen entgegengenommen.

Deutschsprachige evangelische Gemeinden in Griechenland verbessern ihre Zusammenarbeit

Im Mai 2016 fand ein Treffen aller deutschsprachigen evangelischen Gemeinden in Griechenland in Thessaloniki statt. Delegierte aller bislang existierenden Gemeinden waren anwesend, also aus Athen, Thessaloniki, Kreta und Rhodos. Anlass war das neue Religionsgesetz des griechischen Staates, das von einzelnen Gemeinden verschieden interpretiert wird, und der Wunsch, die konkrete Zusammenarbeit unter den Gemeinden zu verbessern.
Nach längerer Diskussion aller anstehenden Einzelfragen haben wir uns auf folgendes vorläufiges Konzept geeinigt: Die Gemeinden arbeiten als Konferenz deutschsprachiger evangelischer Gemeinden zusammen. Diese Konferenz trifft sich einmal jährlich an wechselnden Orten. Die Leitung, Vorbereitung und Protokollierung der Konferenz liegt bei der einladenden Gemeinde.
Die Konferenz beinhaltet
– einen geistlich-theologischen Schwerpunkt, der auch als Fortbildung dienen kann;
– die Beratung und Entschlussfassung in Problemlagen, die einzelne Gemeinden oder alle bewegen
(Berichte über die laufende Arbeit der Gemeinden auf dieser Konferenz sind nicht notwendig, da sich alle Gemeinden auch jetzt schon gegenseitig über ihre Gemeindebriefe informieren und sich zunehmend per Link vernetzen)
– die Vorbereitung gemeinsamer Aufgaben und Anliegen (Vertretung auf dem Kirchentag, Reisen, Öffentlichkeitsarbeit…)
Zur Konferenz entsendet jede Gemeinde mindestens zwei Vertreter.
Bei Entschlussfassungen, die für die Zukunft der Gemeinden in Griechenland oder für den Fortbestand der Konferenz von Bedeutung sind, gilt das Konsensprinzip, bei anderen die einfache Mehrheit, wobei jede Gemeinde zwei Stimmen hat.
Die Entschlussfassungen der Konferenz werden in den Vorstand der Heimatgemeinde getragen, dort ebenfalls beraten und per Konsens oder einfacher Mehrheit angenommen, in Fällen die die Ortsgemeinde insgesamt betreffen, entscheidet die Gemeindeversammlung.
Jede Gemeinde bleibt damit souverän.
Einen ersten Konsens gab es bei diesem Treffen, weil alle Gemeinden mit mindestens zwei Delegierten vertreten waren und diese Ordnung für unsere künftige gemeinsame Konferenz deutschsprachiger evangelischer Gemeinden in Griechenland als Entschlussfassung angenommen haben.
Diese Entschlussfassung muss nun durch die Vollversammlungen der Einzelgemeinden angenommen und damit gleichsam ratifiziert werden. Dieser Prozess soll bis April 2017 abgeschlossen sein. Dr. Bernd Busch

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