Evangelische Kirche
deutscher Sprache in Griechenland
ÖKUMENISCHES
BEGEGNUNGSZENTRUM RHODOS
Papalouka 27 85100 Rhodos Tel: 22410-75885
“Das Meer ist nicht nur ein Ort, sondern ein Zustand des Herzens.” ( Rumi)
Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst… du hast ihn nur wenig niedriger gemacht als Gott. Ps. 8,5-6 Staub, wohin man auch sieht, in diesen Tagen. Blütenstaub, Saharastaub, Baustaub auf dem Hof, das Nachbarhaus wird gedämmt. Eine dicke Staubschicht in der Pfarrwohnung vom Einbau der neuen Küchenzeile, die sich über alles, aber auch alles gelegt hat. Kaum ist der Tisch auf dem Balkon abgewischt, liegt schon wieder eine Schicht darauf. Genauso ist’s mit dem Boden. Die Augen jucken, kurz nach dem Waschen fühlen sich die Hände schon wieder stumpf an. Dazu die vielen Autos, die jetzt wieder unterwegs sind und den Staub von der Straße aufwirbeln. Fast möchte ich mir wieder einen Regenschauer wünschen.
Und während ich, inzwischen etwas ungeduldig geworden, wieder und wieder wische, den Fußboden, den Tisch, den Balkon, fällt mir ein Wort aus der Bibel ein, vom Anfang: „Da formte Gott, der Herr, den Menschen, Staub vom Erdboden …“ Gen 2, 17 Das ist also das Material, das Gott für den Menschen verwendet. Ja, so möchte ich Gott fragen, was hast du dir eigentlich dabei gedacht, den Menschen genau so zu konzipieren: als ein lebendiges Wesen, geformt aus Erdenstaub? Ton ist ja nichts Anderes. Kunstvoll mit den Händen geformt, und schließlich den göttlichen Atem eingehaucht, und so wurde der Mensch ein atmendes Wesen. „Du sendest aus deinem Odem, so werden sie geschaffen“, lese ich weiter. „Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, du hast ihn gekrönt mit Pracht und Herrlichkeit.“
Schon bin ich in einem Potpourri all dessen, was sonst noch an Wunderbarem über den Menschen in der Bibel gesagt wird. Gleichzeitig erinnert der Staub vom Erdboden, das wir sterblich sind. Von Erde bist du genommen, zu Staub sollst du werden. Irgendwie tröstlich, denke ich. Dazwischen aber eine ganze wunderbare Spanne Lebenszeit, die ich füllen darf.
Die Mühe mit dem Staub ist wie weggeblasen. „Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name. Aus dem Mund der Kinder und Greise hast du dir ein Lob bereitet.“
Diesen Gedanken nehme ich mit, für den Tag und alle Tage. Ich wünsche uns einen Sommer, in dem wir nicht nur unter der Hitze leiden, sondern den unser Lob der schöpferischen Kraft Gottes durchzieht: Danke, dass ich wunderbar gemacht bin!
Foto: Fundstücke vom Strand
Eure Claudia Panhorst-Abesser, Pfarrerin
Unsere Marienikone
Eine Marienikone auf dem Altar? Bin ich hier verkehrt? So geschockt reagierte einmal eine junge Gottesdienstbesucherin aus der Schweiz und wollte unseren Kirchsaal schon fast wieder verlassen. Sie blieb dann doch, als ich ihr die Geschichte dieser Ikone und ihre Bedeutung für mich erzählte.
Die Marienikone auf dem Altar in einem evangelischen Gottesdienst ist vielleicht ein etwas ungewohnter Anblick, aber mir bedeutet diese Ikone viel: In unserem Ökumenischen Begegnungszentrum zeigt sie unsere Verbindung zur Katholischen und zur Orthodoxen Kirche. Besonders im Monat August, dem Marienmonat der Orthodoxen Kirche, freue ich mich, wenn gerade diese Ikone auf unserem Altar steht.
Vor fast 30 Jahren wurde diese Ikone uns überreicht vom Generalvikar Paisios als Geschenk des damaligen orthodoxen Bischofs an unsere Gemeinde. „Με Αγάπη Χριστού“ – so steht es auf der Karte des Bischofs.)
Anlass war eine Tagung im Rahmen des Dialogs der EKD mit dem orthodoxen Patriarchat. Auf Anregung des orthodoxen Bischofs von Deutschland, Augustinus, kamen alle Teilnehmenden der Tagung in unser Ökumenisches Begegnungszentrum. Im Gespräch über die Beziehung unserer Gemeinde zur Metropolie – damals eher eine Nicht- Beziehung- sagte Bischof Augustinus: „Sie müssen Anklopfen, immer wieder. Leicht ist das nicht, aber Sie wissen ja: Klopfet an, so wird euch aufgetan. Diese Erfahrung haben wir als orthodoxe Kirche auch in Deutschland gemacht“.
Dieser Besuch verbesserte dann unseren Kontakt zur Metropolie ganz wesentlich. Für mich war es wie das Ende der Eiszeit. In einem Gespräch bei der Vorstellung unseres neuen Pfarrers sagte der Generalvikar einmal: „Was unsere Kirchen gemeinsam haben, ist viel mehr als das, was uns trennt. Und, das Trennende ist von Menschen gemacht, was uns aber verbindet, das kommt von Gott.“
Maria Volanakis
Weltweite Gebetsminute für den Frieden
In bewegten Zeiten wächst bei vielen Menschen der Wunsch nach Frieden, Versöhnung und neuer Zuversicht. Eine besondere Form dieses gemeinsamen Anliegens knüpft an eine Tradition aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs an: die sogenannte „Big-Ben-Schweigeminute“. Sie geht auf Major Wellesley Tudor Pole zurück. Damals hielten in Großbritannien und im Commonwealth jeden Abend Millionen Menschen inne, wenn die Glocken von Big Ben erklangen, und beteten gemeinsam für den Frieden.
An diese Idee angelehnt, haben sich heute Menschen auf der ganzen Welt zu einer schlichten, aber kraftvollen Initiative zusammengeschlossen: Jeden Tag wird zur jeweils festgelegten Ortszeit eine Minute lang für den Weltfrieden gebetet – für ein Ende von Konflikten, für Sicherheit und für die Rückkehr von Ruhe und Vertrauen unter den Menschen. Zugleich richtet sich das Gebet auch an die Familien, dass sie Schutz und Halt in Gott finden mögen.
Damit diese Gebete weltweit möglichst gleichzeitig gesprochen werden, gibt es abgestimmte Uhrzeiten. Für Griechenland ist dies täglich um 17.00 Uhr. In vielen anderen Ländern findet die Gebetsminute entsprechend der jeweiligen Zeitzonen statt, etwa in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz um 16.00 Uhr, in Großbritannien um 15.30 Uhr, in Indien und Teilen Asiens um 21.00 Uhr oder in Nord- und Südamerika zu früheren Tageszeiten.
Die Kraft dieser Initiative liegt in der Verbundenheit: Menschen unterschiedlicher Herkunft, Sprache und Kultur halten inne und bringen ihre Bitten gemeinsam vor Gott. So entsteht – über alle Grenzen hinweg – ein Zeichen der Hoffnung.
Ein Mitglied der evangelischen deutschsprachigen Gemeinde auf Zypern hat aus diesem Anlass ein Fürbittengebet verfasst, das auch in unserem Gottesdienst am 12. April gesprochen wurde:
Allmächtiger und liebender Gott! Deine Gegenwart und Deine zugewandte Fürsorge für uns und diese Welt ist stets um uns. Wir dürfen darauf vertrauen, dass Du uns auf allen unseren Wegen treu begleitest, wie immer diese Wege auch aussehen mögen. Wir wenden uns an Dich im Vertrauen darauf, dass Du uns und alle Menschen auf dieser Erde auch in dieser so schwierigen und herausfordernden Zeit nicht verlassen wirst.
Wir bitten Dich, sei vor allem bei all den Menschen, die unter Kriegen, Zerstörung und Verwüstung leiden. Sei Du ihnen ein stetes Leuchten der Zuversicht in all der Dunkelheit ihrer schweren Schicksale. Zeige ihnen immer wieder, dass sie nicht allein und verlassen sind, sondern getragen von Dir und den Gebeten, die wir vor Dich bringen.
Sei aber auch bei all denen, die Verantwortung tragen für diese Welt. Gib Du ihnen Einsicht, dass Kriege und Eroberungen niemals zu einem guten Ende führen. Schenke Du ihnen Mut und ein weises Herz, Entscheidungen zu treffen, die nicht von Machthunger, Neid und Selbstsucht, sondern von Deinem Geist der anteilnehmenden Liebe geleitet werden.
Sei Du auch bei uns, die wir vielleicht weniger direkt betroffen sind. Gib uns ein offenes Herz und einen zugewandten fürsorgenden Geist all denen gegenüber, die in Not und Bedrängnis sind, hier bei uns und überall auf der Welt. Das erbitten wir von Dir in der Gewissheit, dass Du unser Rufen erhören und dieser Deiner Welt wieder Frieden und Wohlergehen bereiten wirst.
AMEN!
Wer möchte, ist herzlich eingeladen, sich dieser weltweiten Gebetsminute anzuschließen – jeden Tag um 17.00 Uhr. Schon eine Minute kann verbinden, stärken und Hoffnung schenken.
Gebet: von Dr. Manfred Langer
Text: Manuela Wroblewsky
Bild: erstellt mit Chat GPT
Nach zwei Jahren wieder mal da!
Als Pfarrer durfte ich diese Ihre/Eure Gemeinde vom September 2023 bis Ende Juni 2024 begleiten. Es war eine sehr gute Zeit für meine Frau Renate und mich; mit Dank, Lob und Preis haben wir uns verabschiedet.
Im Juli kommt’s zu einem Wiedersehen. Wir freuen uns auf die Gemeinde, die liebgewonnenen Menschen, freuen uns auf etwas Arbeit, etwas dolce far niente.
Und ich möchte erzählen, was sich in den zwei Jahren in Österreich so getan hat.
Gleich im September 2024 ist eine neue Aufgabe auf mich zugekommen: Mein Kollege und Freund Joachim Grössing (er hat uns auch in Rhodos besucht) und ich administrieren die unbesetzte Pfarrstelle der evangelischen Gemeinde Eisenstadt, das heißt: wir kümmern uns darum, dass die notwendigsten Aufgaben erfüllt werden: Gottesdienste, Taufen, Konfirmationen, Beerdigungen, seelsorgerliche Gespräche, Verwaltung, Sitzungen.
Taufe in Eisenstadt/Österreich mit Pfarrer Frank Lissy-Honegger.
Darüber hinaus muss eingespart werden: die Kirchenleitung hat die fünf Pfarrgemeinden unserer Region beauftragt, personelle Kürzungen vorzunehmen. Ein Gemeindeverband Eisenstadt – Mörbisch – Rust wird errichtet, in dem ab Herbst 2 Pfarrer*innen die drei Pfarrgemeinden versorgen werden. Nicht alles ist in diesem Prozess so gelaufen, wie ich es für gut befunden und mir vorgestellt hätte, aber das Ergebnis ist für mich akzeptabel, ich kann damit gut leben und mit Ende August wird mein Auftrag zu Ende sein und ich werde keinen weiteren regelmäßigen mehr übernehmen, nur mehr punktuell und projektbezogen tätig sein.
Wichtig ist für mich auch mein Einsatz als Obmann der Gedenkinitiative Rust. Sie möchte die Erinnerung an die zivilen Opfer des National- sozialismus und der Zeit nach dem Ende des 2. Weltkriegs in Rust wach halten. Es sind dies: eine große Romafamilie, 4 kleinere jüdische Familien, 6 Opfer der nationalsozialistischen Medizin und ein Opfer eines Fememordes. In den ersten Tagen nach dem Einmarsch der Roten Armee sind eine ganze Reihe von Menschen unserer Stadt unter oft ungeklärten Umständen zu Tode gekommen. Für alle diese Opfer möchten wir einen Gedenkort gestalten. Ein künstlerischer Wettbewerb erbrachte ein Siegerprojekt der burgenländischen Künstlerin Jasmin Trabichler. Verwirklicht werden kann es derzeit nicht, da der Bürgermeister (SPÖ!!) überraschenderweise letztlich seine Unterstützung zurückzog.
Wir lassen uns davon nicht beirren, haben einen gut besuchten Vortragsabend mit zwei Historikern organisiert, das Österreichische Fernsehen hat einen schönen Bericht gestaltet, wir sind dabei, den Gedenkort virtuell (als Homepage) zu errichten – und warten auf einen besseren Bürgermeister.
Renate ist mit der Partnerschule oft in Deutschland, in Österreich unterstütze ich sie bei den Paarberatungen, gemeinsam haben wir auch einen Auftrag des Pastoralkollegs unserer Kirche übernommen und begleiten Pfarrerinnen und Pfarrer beim Einstieg in die Pension.
Wir sind oft in Wien, alle unsere Kinder und Enkelkinder leben dort. Wir haben große Freude an der wachsenden Familie.
Bis bald,
Ihr Frank Lissy-Honegger
Rückblick auf mein „griechisches Jahr“ – auch wenn es nur zehn Monate waren
Zehn Monate sind kurz und lang zugleich. Kurz, um in Windeseile zu verstehen, wie das Leben tickt – so gar nicht mitteleuropäisch, in vielem kommt es mir hier in der südöstlichen Ägäis eher orientalisch vor. Und lang, weil unendlich viel hineinpasst an Erlebnissen und Erfahrungen, wofür das Leben sonst oft Jahre braucht.
Puzzleteile
Ich erlebe, dass es auf Rhodos zwei Jahreszeiten gibt: eine mit und eine ohne Touristen. Die zweite ist vielleicht die „griechischere“. Auf jeden Fall die schönere: es geht ruhiger, langsamer zu. Es wird kaum gehupt. Geduldig wartend werden auch die Langsamsten über die Straße gelassen. Und auch wenn etwas noch so dringend erscheint – erst einmal heißt es: Ti kanis? Und das kala oder poli kala abwarten. So viel Zeit muss sein. Etsi ketsi höre ich seltener.
Jeden Abend feiert die Sonne ihren Abtritt über dem Meer auf großer Bühne – jeden Abend neu, niemals im selben Kleid. Physikalische Gesetze hin oder her: Ich staune über Gottes Schöpfung! Ich kann nicht anders.
Überhaupt das Meer: ich wusste nicht, dass Blau so viele Farben hat, von Türkis über alle Schattierungen bis hin zu tiefem Schwarz.
Lieblingsplätze
Die kleine Bar am Platz der hundert Palmen, von denen nur ein Teil die große Krankheit überlebt hat.
Das Koumparaki mit den netten jungen Leuten und dem studentischen Kellner, der unsere Gemeinde kennt, weil er in der Nähe wohnt.
Der menschenleere Strand von Kiotari im Winter – und manchmal sogar im Sommer.
Die Serpentinen hinunter in die Bucht von Stegna. Das Verkehrschaos in Archangelos. Der Burggraben, in dem sich die Gruppe zwei Mal in der Woche zum Asahi tri t – nur bei Sturm und Starkregen fällt es aus. Meine Nachbarn, die sich rührend um die Rettung der kleinen, bildschönen grauen Katze bemühten: Ela, ela! Da ist eine ehrliche Besorgnis umeinander und um die Kreatur. Es gibt unzählige Katzen auf der Insel. Aber dieses eine zählt.
Was ich liebe
Wenn ihr am Anfang des Gottesdienstes oder auch mittendrin eine Kerze anzündet und damit eure Verbundenheit ausdrückt. Wenn das Vaterunser in euren Muttersprachen und Mundarten erklingt und die Fürbitten von euch selbst kommen. Wenn jemand sagt: „Heute ist der Kaffee aber stark!“ – oder auch: „…könnte der Kaffee aber stärker sein!“ Wie ihr durch dick und dünn zueinander haltet. Wie ihr euch als Gemeinde treu bleibt, neugierig geblieben seid – auch in mancher Müdigkeit und Erschöpfung. Wie ihr euch gegenseitig unterstützt. Ihr kümmert euch umeinander, was überhaupt nicht selbstverständlich ist. Ihr tut es einfach. Wie ihr Anfechtungen durchsteht – ganz biblisch. Dazu gehört auch Sturheit. Glaube im Alltag, der sich bewährt und zeigt, was es heißt zu glauben, zu hoffen und zu lieben. Teilhaben zu dürfen an euren einmaligen und so unterschiedlichen Lebenswegen und Biografien.
Was ich mitnehme
aus diesem Jahr, nach Hause, in die norddeutsche Tiefebene: Die Erfahrung, dass es gut ist, in Krisen weiterzugehen. Nicht zu resignieren. Die Bewältigung von Schwierigkeiten als Erfahrung mit ins Lebensgepäck zu nehmen. Das Mit-Leben auf Zeit – in eurem Gemeindehaus, das ihr Ökumenisches Zentrum nennt. Gast sein zu dürfen in eurer lebendigen Gemeinschaft. Auf Rhodos und den kleinen Inseln hier im Dodekanes riecht es nach Griechenland! Das fand ich schon früher. Und es riecht noch immer genauso wie in meiner Erinnerung. Retsina schmeckt zu Hause nicht. Hier schmeckt er mir gut – aber er muss sehr kalt sein. So setzt sich am Ende aus vielen kleinen Puzzleteilen ein Bild zusammen. Steht man anfangs davor, scheint es niemals zusammenzupassen. Doch nach und nach fügt sich im Innern alles zu einem Ganzen. Fehlte ein Teil, bliebe eine Lücke. Auch die Brüche gehören dazu. Die Insel ist zauberhaft schön! Euer Leben ist hier. Danke, dass ich teilhaben durfte!
Bleibt behütet und gesegnet!
Eure Claudia Panhorst-Abesser
Die vergangenen drei Monate beim KiddyTreff waren voller Lachen, bunter Farben und wunderschöner gemeinsamer Momente. Mit viel Freude und Kreativität wurden zunächst Ostereier bemalt – jedes einzelne so einzigartig wie die kleinen Künstler selbst. Ein ganz besonderes Highlight war unsere Ostereiersuche auf dem Filerimos: Mit leuchtenden Augen und großer Begeisterung machten sich die Kinder auf die Suche nach den versteckten Schätzen. Danach ließen wir den Tag bei einem gemütlichen Picknick ausklingen, mit vielen fröhlichen Gesprächen, spielenden Kindern und einer wunderbaren Gemeinschaft, die man einfach spüren konnte.
Auch der Frühling wurde bei uns herzlich willkommen geheißen. Gemeinsam pflanzten wir Blumen und bastelten kleine Maibäumchen, während überall gelacht, gewerkelt und voller Stolz die fertigen Kunstwerke präsentiert wurden. Es sind genau diese kleinen Augenblicke, die den KiddyTreff so besonders machen: glückliche Kinder, fröhliche Gesichter und das Gefühl, gemeinsam etwas Schönes zu erleben.
Ein ganz besonderes Dankeschön gilt außerdem der Gemeinde, die uns einen wunderbaren Nachmittag beim Kadmos Reitstall ermöglicht hat. Die Kinder durften dort nicht nur die Pferde hautnah erleben, sondern erfuhren durch Manuela auch ganz viel Spannendes über die Tiere. Mit so viel Herzlichkeit und Geduld kümmerte sie sich um unsere Kinder und machte diesen Tag für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Wir blicken mit großer Dankbarkeit auf diese gemeinsame Zeit zurück und freuen uns über all die wertvollen Erinnerungen, die entstanden sind. Gleichzeitig wünschen wir uns sehr, dass der KiddyTreff auch in Zukunft weiterleben kann. Deshalb suchen wir Menschen, die Freude daran hätten, den KiddyTreff zu organisieren und zu begleiten – gerne auch mehrere Personen gemeinsam, sodass man sich abwechseln und die Aufgaben teilen kann.
Denn am Ende sind es genau diese gemeinsamen Momente, die Kinderherzen glücklich machen und aus einer Gemeinschaft ein Zuhause werden lassen.
Nele Peiffer/Katja Hänel
Aus dem Förderverein des Ökumenischen Begegnungszentrums
Liebe Mitglieder, Freunde und Unterstützer unserer Gemeinde!
Das vergangene Trimester war geprägt von zahlreichen besonderen Terminen und lebendigen Begegnungen. Besonders der Mai bot mit der Open-Air-Andacht zu Christi Himmelfahrt sowie unserem Gemeindeausflug eine schöne Gelegenheit, Gemeinschaft aktiv zu erleben und miteinander Zeit zu verbringen.
Im Juni wird es dagegen etwas ruhiger. Im Gottesdienst am Sonntag, den 21. Juni, nehmen wir offiziell Abschied von Pfarrerin Claudia Panhorst- Abesser. Im Anschluss möchten wir – ganz in guter Tradition – bei einem gemeinsamen Brunch/Buffet noch einmal zusammenkommen.
Im Juli übernimmt Pfarrer Frank Lissy-Honegger die Vertretung, im August dürfen wir erneut Pfarrer Thomas Mangold bei uns begrüßen. Ab September wird Pfarrer Andreas Maurer aus Stuttgart für zehn Monate als Ruhestandspfarrer den Dienst auf Rhodos übernehmen. Es erwartet uns also eine vielfältige Zeit mit teilweise vertrauten Gesichtern, die wir alle herzlich willkommen heißen.
Angesichts der langanhaltenden und sehr heißen Temperaturen in den Monaten Juli und August der vergangenen Jahre haben wir uns entschieden, das „Kaffee & Meer“-Programm in diesem Sommer nicht anzubieten. Der Triti-Treff findet – wie bereits im letzten Jahr – weiterhin im 14-tägigen Rhythmus statt. Unser Chor verabschiedet sich in die Sommerpause. ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Nach einigen Verzögerungen konnte die renovierte Küche in der Pfarrwohnung Anfang Mai endlich fertiggestellt werden. Sie präsentiert sich nun hell, freundlich und wertet die Wohnung deutlich auf. Unser besonderer Dank gilt Claudia Panhorst-Abesser für ihren großen Einsatz, ihre Geduld und ihre Unterstützung während der gesamten Renovierungsphase – von der Koordination der Arbeiten bis hin zur aufwendigen Reinigung. ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ In den vergangenen drei Monaten durften wir uns zudem über eine Spende aus Lichtenau freuen. Für diese Unterstützung danken wir unseren treuen Freundinnen und Freunden sowie allen Förderern unserer Gemeindearbeit sehr herzlich.
Manuela Wroblewsky
Glücklich sein können wir Deutschen nicht besonders gut. Im “World Happiness Report” der Vereinten Nationen wurden Menschen überall in der Welt befragt, wie glücklich sie sich fühlen – und Deutschland landete gerade einmal auf Platz 17! Das liegt vor allem daran, dass viele Dinge für uns einfach zu selbstverständlich sind. Wie viele Menschen würden was dafür geben, so zu leben wie wir.
Dabei sind Glücksgefühle wichtig. Ohne sie ergibt das Leben keinen Sinn. Gleichzeitig ist unser Gehirn auch darum bemüht, dass wir in Sicherheit sind. Das heißt, es scannt permanent unsere Umgebung und unser Innerstes nach Dingen ab, die nicht okay sind. Wir sind also gewissermaßen auf Unzufriedensein programmiert.
Glück muss man auch annehmen können. Dabei spielt unser Selbstwert eine wichtige Rolle. “Wer immer an sich selbst zweifelt, pessimistisch in die Zukunft schaut, sehr sensibel und sehr verletzlich ist”, sagt eine Psychologin, “der hat viel öfter die Situation, wo er sich selber im Weg steht, eigenes Glück blockiert oder sich einfach nicht die Erlaubnis gibt zu genießen.” Am Selbstwertgefühl kann man arbeiten. Wenn ich mein Selbstbild verändere, dann verändert sich meine Wahrnehmung auf andere Menschen. Dann verändert sich in gewissen Situationen auch mein Verhalten.Das hilft dabei, Dinge zu akzeptieren, die wir nicht kontrollieren können und statt sich zu ärgern, einfach das Beste aus der Situation zu machen.
Es empfiehlt sich, die Frage nach dem Glück einfach mal durch die Frage nach dem Sinn zu ersetzen. Denn wenn wir sinnvoll und entlang unserer Werte leben, stellen sich auch immer wieder Glücksmomente ein.Und die müssen wir dann noch erkennen und annehmen, denn häufig sind wir zu beschäftigt, nicht achtsam genug, um diese kleinen Glücksmomente zu genießen. Wenn also das Enkelkind das nächste Mal herzhaft lacht, die Freundin sich einem anvertraut, man ein intensives Gespräch führt, Gemeinschaft erfährt, einfach kurz mal innehalten: Denn diese Momente sind das größte Glück.
Ein Zitat von Bertrand Russell beschäftigt mich seit ein paar Tagen: „ Ein paar der Dinge nicht zu haben, die man sich wünscht, ist ein unentbehrlicher Bestandteil des Glücks.“
Inspiriert durch einen Beitrag zum Weltglückstag bei tagesschau.de vom 20.03.26 Manuela Wroblewsky



