Gemeindebrief Juni – Juli – August (2016)

fEvangelische Kirche
deutscher Sprache in Griechenland
ÖKUMENISCHES
BEGEGNUNSZENTRUM RHODOS

Papalouka 27 85100 Rhodos Tel: 22410-75885

Gemeindebrief  Juni – Juli – August (2016)

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Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit

 

2Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit…

ist wohl das bekannteste Volkslied von Paul Gerhardt.
Kinder und Lehrer und Eltern haben es früher gern miteinander gesungen. Auch heute noch ist es ein wunderschönes Lied der Begeisterung über die Schöpfung Gottes.
Ursprünglich – im Jahre 1653 – wurde es geschrieben für einen Sommer in Deutschland. Keiner glaubte, dass nach dem endlos scheinenden Grauen des 30jährigen Krieges und der andauernden Zerstörung oder Plünderung der Schöpfungsgaben in Feld und Wald durch Menschen sich diese Schöpfung noch erholen könne und wieder hervorbringen werde, was ihr Plan ist. Aber dann erlebten Paul Gerhard und seine Zeitgenossen fünf Jahre nach dem Ende der Schrecken dieses Krieges das Wunder der Schöpfung neu. So wurde dieser deutsche Sommer zum Gleichnis für den Sommer Gottes in der ganzen Welt.
Auch bei Jesus spielt der Sommer eine gleichnishafte Rolle. Er setzt bei einem Gleichnis (Mk 13, 28-33) die Freude über die bevorstehende Ernte voraus, aber er gibt ihm eine sehr andere und nachdenkliche Seite. Sein Blick geht über die Freude der Gegenwart hinaus an das Ende der Weltzeit. Jesus betrachtet von diesem Standpunkt aus den Sommer des Lebens der Welt oder des Lebens eines jeden Lebensjahrganges als möglicherweise letzten Erntesommer.
Seine Folgerung daraus ist: Seid wachsam, versinkt in eurer Freude über die Ernte nicht in einen Rausch! Seid stattdessen aufmerksam für die Verwandlung, die jede Ernte mit sich bringt, denn es geht dabei um eure Verwandlung oder Erneuerung oder… – in seinem Denken auf jeden Fall um eine möglicherweise grundstürzende Begegnung mit dem Schöpfer der wunderschönen Gärten-Zier.
„Wie wollen wir ihn empfangen, wie wollen wir ihm entgegen gehen, wie werde Ich ihm begegnen und vor ihm da stehen?“ – Das waren die traditionellen Fragen bei den Christen vieler Jahrhunderte nachdem sie das Gleichnis Jesu gehört hatten.
Nach Ostern bekommt das Gleichnis einen neuen, viel ernsteren Aspekt: Was, wenn gilt, was Jesus sagte und lebte: Gott war und ist in Jesus in der Welt, aber die Welt will das nicht wahrhaben, auch der normale Christ hat es nicht begriffen? Welche Zukunft wird es da wohl für den Einzelnen und die Welt noch geben?                                             BB

 

Weltgebetstag der Frauen 2016

„Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf“ war der Ruf zum Gebet, mit dem die kubanischen 3Frauen zum Gottesdienst rund um die Erde einluden. Jeder Stuhl im großen Kreis war besetzt, als wir anstelle des Gottesdienstes, statt am 1. Freitag , am 1. Sonntag im März nach der internationalen Ordnung miteinander feierten. Der einladende Mittelpunkt, gestaltet mit Tüchern in den kubanischen Farben weiß, blau und rot, mitgebrachten Kinderfotos und einer Landkarte aus Kuba wurde, der Gebetsordnung entsprechend, erweitert mit einer Bibel, einer Kerze und mit rhodischen Früchten stellvertretend für exotische aus Kuba und auch mit einer Schale Zucker, die an die Haupteinnahmequelle für die Menschen dort erinnerte. Eine Litfaßsäule, auf der Lebensbilder verschiedener kubanischer Frauen zu lesen waren, stand im Eingangsbereich. Für die Liturgie waren einige Sprecherrollen vorher verteilt worden, die anderen wurden frei übernommen. Dazwischen erklangen fröhliche Lieder, oft in tänzerischen Rhythmen. Der Chor hatte sich ein wenig mit ihnen vertraut gemacht, so dass nicht nur die CD zu hören war. Anstelle einer Ansprache unterhielten sich kleine Gruppen anhand selbst ausgewählter Fotos über das Thema Kindheit, das durch die Lesung des „Kinderevangeliums“ ( „Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht…“) im Mittelpunkt der Ordnung stand. Mit einem Freundschaftsbändchen verließ man nach dem Schlusslied die Gebetsrunde, um sich noch ausgiebig mit an Kuba erinnernde Kokos-Köstlichkeiten zu stärken.   Irmgard Busch

 

Kleider- und Trödelbasar am 19.03.2016

Nach zwei Jahren Pause fand am 19.03.2016 in unserem Zentrum wieder ein Kleider- und 4Trödelbasar statt. Trotz des heftigen Regens am Morgen kamen dann doch noch genug Besucher. Es wurde geduldig gesucht und gefunden und wir konnten mit dem Erlös sehr zufrieden sein! Wie immer gab es auch wieder bei Kaffee und herrlichen Kuchen Gelegenheit zum gemütlichen Kaffeeklatsch!

An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an all’ die fleißigen Kuchenbäckerinnen! Vielen Dank auch nochmals für alle Kleider- und Trödelspenden!

Und nicht zu vergessen ein großes Dankeschön auch an alle, die beim Auf- und Abbau, sowie beim Sortieren tatkräftig mitgeholfen haben!   HL

 

Kleinkunstabend

5Veronika moderierte und strukturierte diesen Abend, auch mit eigenen Beiträgen der Autorin Elke Heidenreich. Karin folgte mit Schillers Ballade „Der Kampf mit dem Drachen“ ihrer Vorliebe für Thematisierungen herausfordernd widerspruchsgehaltsvoller Konstellationen christlicher Hintergründe.
Als Höhepunkt des diesjährigen Kleinkunstabends darf man wohl die gekonnt phantasievolle, mit zahlreichen engagierten Darstellern inszenierte Interpretation eines der – wie üblich – bizarr-skurrilen Gedichte von Wilhelm Busch „Der Dornbusch“ bezeichnen.
Vermittels Inventur ihres Kleiderschrankes und Bestandaufnahme der Verwendungszwecke und des Anspruchsspektrums seiner Einzelstücke ließ Maria das damit verbundene Selbstillusionierungs-Theater Revue passieren, wohl nicht nur für ein hypothetisches vergangenes Jahr, sondern wohl für mehr oder weniger große Teile des Lebens.
Ihrer Darstellung oder ihrem Kleiderschrank entspringend, stellte sich mir eine amüsante Assoziation ein: Eines himmelheiteren Tages begegnete mir im Radio oder TV das Wort „mein damaliger Lebensabschnittspartner“! Es erinnerte mich umgehend an den Extremfall der im Iran möglichen Ein-Tages-Ehe! Wurde irgendwo jemals daran gedacht Jahres-Abreißkalender für Lebensabschnittspartnerschaften dorthin zu liefern? Wenn nicht, könnte da ein krisenfestes Handelsbetätigungsfeld mit dem revolutionärem Iran unbearbeitet geblieben sein!  NR

Musik zur Marienverehrung

6Die tonale Kunst – ein gewisses Niveau bzw. einen gewissen Abstraktionsgrad vorausgesetzt – kann als Gegensatz überbrückend oder vermindernd angesehen werden.
Einer Anregung von Maria folgend, fand deshalb ein Abend mit Musik zur Marienverehrung statt, der konfessionsübergreifend gewidmet und besucht war, unter anderem auch von der finnischen Partnerschaft und der von manchen Teilnehmern auch als „Salve Regina-Abend“ bezeichnet wurde. Nach einer kurzen Einführung von Pfr. Dr. Busch waren es fünf Beiträge, die den Abend ausfüllten. Einer davon war ein erklärender Wortbeitrag von Prof. Ioannis Volanakis über den orthodoxen Akathistos Hymnos. Die anderen Beiträge wurden vom Chor der Mitglieder und den Instrumentalisten Helga Giannoulas (Gambe), Margaret Vainio (Orgel), Maria Volanakis (Orgel) sowie der Solistin Irmgard Busch (Alt) in lateinischer, griechischer und deutscher Sprache dargeboten.Besonders eindrucksvoll war ein Werk über das Salve Regina eines anonymen Meisters aus dem 17. Jahrhundert. Das Salve Regina wurde ausdrucksstark von Irmgard Busch gesungen, souverän begleitet von Helga Giannoulas und Maria Volanakis. Am darauffolgenden Sonntag fand es erfreulicherweise eine Wiederholung im Gottesdienst. NR

 

Thomasmesse

7Am 24. April feierten wir zum 13. Mal die Thomas-Messe. Ein kleines Team aus unserer Gemeinde traf dazu die Vorbereitungen. Mit besonderer Freude begrüßten wir den finnischen Pfarrer Heikki Jarvinen und den finnischen Chor.
Thema war „Angst“, auch in diesem Jahr brandaktuell angesichts einer immer komplexer werdenden Welt gekoppelt mit „Zuversicht“, auf die wir Christen der Ökumene im Namen Jesu Christi bauen und vertrauen. Passend dazu die Angebote in der Offenen Zeit: Fürbittenaltar, Sorgensteine, Vorbilder gegen die Angst und Vorbilder für Zuversicht. Die Messe begann mit dem Einzug der Mitwirkenden, die Palmzweige (orthodoxer Palmsonntag) auf den Altar legten. Vor dem Altar war ein Boot (See Genezareth) angedeutet, darin 4 Jünger (Jakobus, Thomas, Johannes, Petrus) und der schlafende Jesus. Ein „Regenmacher-Team“ sorgte mit Geschick und Phantasie für authentische Geräusche von Wind, Sturm, Regen und Gewitter, bis Jesus, vom angsterfüllten Petrus geweckt, dem Unwetter befiehlt: „Schweig und verstumme!“ Ein langer Tisch in der Mitte des Kirchenraumes, im Kreis von Stühlen umrandet, bil-dete mit dem Agape-Mahl den Abschluss der Feier.
Den Segen sprach der finnische Pfarrer und alle Anwesenden gingen gestärkt und mit dem Willen, ihr Bestes für Frieden und eine für alle Menschen lebenswerte Zukunft zu geben, in den Sonntag, mit der Gewissheit: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern
der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“.(2.Tim.1,7) KV

 

Kaffee und Mehr (Deutschsprachiger Monatstreff)

Unser monatliches Treffen erfreut sich immer größerer Beliebtheit!!
Deshalb im nächsten Gemeindebrief mehr davon. Für heute ein wichtiger Hinweis: Im Juni findet „Kaffee am Meer“ statt. Wir treffen uns am Mittwoch 15. Juni um 17.00 Uhr bei Hannelore in Gennadi. Informationen und Mitfahrgelegenheiten bitte im Zentrum nachfragen. Auch im Juli und August wird es ein Treffen am Meer geben (s. Terminblatt) CM

 

Von Kleinen und Großen Karnevalfeier im Zentrum

8Gemeinsam mit den Kindern der Elgesem-Schule haben wir dieses Jahr Karneval gefeiert!! Alle waren kostümiert!! Auch einige Erwachsene. Trotz Stromausfall haben alle viel Spaß gehabt!! Sabine hat sich wieder tolle Spiele einfallen lassen und die Kostüme wurden alle prämiert!! Großen Dank gilt den Müttern für den leckeren mitgebrachten Kuchen. CM

 

Ostereiersuchen auf dem Filerimos

9Die Elgesem-Schule hat dieses Jahr das Ostereiersuchen auf dem Filerimos veranstaltet. Zur Freude der Kinder gab es reichlich Osterhasen und Ostereier zu finden. Mit Spielen und Picknick wurde es für die ganze Familie ein fröhlicher Tag. CM

 

 

Malkurs

10nicht vergessen:
Nächster Termin
Di 07.06.2016

10.30 – 12.30

 

 

 

 

 

 

Ein Rätsel für Groß und Klein: Was ist das?

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(Auflösung im nächsten Gemeindebrief)

Kaffee und Mehr (deutschsprachiger Monatstreff)
Im Sommer wird unser Kaffee und Mehr zum Kaffee am Meer.
Am 15. 06., sind wir in Gennadi, am 20.07. beim Grillen, am 24.08. beim Schwimmen. Naheres im Zentrum erfragen.

 

Helfer für Agios Andreas

12immer gern gesehen und immer noch weitere gesucht.

Ab September hoffen wir auf Unterstützung durch Freiwillige aus Deutschland, nicht nur für Agios Andreas, sondern auch für das Waisenhaus in Rhodos und für das Seniorenheim dort.

Der Verein Stirixi (Unterstützung) von Rose Pakakis und der griechische Staat durch seine Behörden vor Ort, aber auch die Bundesregierung fördern das Projekt. Mehr darüber im nächsten Gemeindebrief

 

 

 

 

Für Rhodos-Kundige

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(Auflösung im nächsten Gemeindebrief)

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